Nockherberg: "Same Procedure" in unruhigen Zeiten? Einmal im Jahr werden die führenden Politiker auf dem Nockherberg "derbleckt" – so will es die Tradition. Doch ist das noch zeitgemäß? Schließlich können und werden die "Mächtigen" in den "sozialen" Netzwerken tagtäglich kritisiert. Oder ist in unruhigen Zeiten, in denen Feindschaften im Netz und in der realen Welt unerbittlich ausgefochten werden, eine vom Brauchtum eingerahmte satirische Kritik wie am Nockherberg, sogar wichtiger denn je? / Optimismus gesucht: Die Wirtschaft braucht Frühlingsgefühle: Kaum sprießen die ersten Krokusse und das ifo-Institut verkündet, die Stimmung in der deutschen Wirtschaft habe sich aufgehellt, kommt mit dem Iran-Krieg auch schon der nächste Tiefschlag. Dabei würde, auch wenn das aktuell schwerfällt, ein bisschen mehr Optimismus guttun – nicht nur der Stimmung, sondern tatsächlich auch der bayerischen Wirtschaft. Deshalb macht sich unser Reporter auf die Suche nach aufkeimender Hoffnung – bei Wirtschaftsforschern, in Schrebergärten und Handwerksbetrieben, die der Krise mit Investitionen trotzen. Und er wird fündig! / Heizungs-Reform: Jetzt mit schwarzer Ideologie statt grüner? Das "Habecksche Heizungsgesetz" wurde von vielen als zu ideologisch kritisiert. Nun haben sich die Koalitionsfraktionen von Union und SPD auf eine Reform verständigt: Öl- und Gasheizungen dürfen weiter in Wohnhäuser eingebaut werden – allerdings müssen sie mit einem wachsenden Anteil grüner Kraftstoffe betrieben werden. Doch sowohl grüner und blauer Wasserstoff als auch Biomethan sind knapp und teuer. Für Mieter könnte das bedeuten: sie zahlen künftig mehr angesichts steigender Betriebskosten fossiler Heizungsanlagen, während Vermieter fein raus sind. Ist also die Reform des Heizungsgesetzes auch ideologisch? Quasi dasselbe in Grün, nur eben schwarz? / Meinungsstreit ohne Grabenkampf: Lernen von Österreich? Der Kommunalwahlkampf in Bayern geht in den Endspurt. Auch diesmal wurden Wahlkämpfer bedroht, beleidigt, angegriffen. Doch ab Sonntag müssen die Konkurrenten wieder zusammenarbeiten. Wie das gelingen kann? Ausgerechnet in Österreich, einem Land, dessen raue Debattenkultur tiefe historische Wurzeln hat, wollen es zwei Nationalratsabgeordnete von ÖVP und Grünen vormachen. Und auch mit dem ehemaligen Bundeskanzler Österreichs, Wolfgang Schüssel, spricht quer über Wege aus den Grabenkämpfen, über Fehlerkultur und wehrhafte Demokratie. / Nimm das, Trier! Kempten will "Älteste Stadt Deutschlands" sein: Bisher hatte Trier an der Mosel den Titel "Älteste Stadt Deutschlands" inne, doch jetzt gibt es in Kempten im Allgäu neue Ausgrabungsfunde ihrer Vorgängerstadt Cambodunum – und die wecken Begehrlichkeiten. Konkret geht es um die Frage, wo die Römer auf ihren Eroberungsfeldzügen zuerst eine Stadt gründeten. Doch für Kemptner und Trierer geht es um viel mehr: den Titel. Denn Superlative wie "Älteste Stadt", "Längste Burg" oder "Höchste Brauereidichte" sind entscheidend im Wettbewerb um die Gunst der Touristen. Oder?