Bücherherbst: Die erschütternde Geschichte vom Massaker an Straßenhunden in Konstantinopel Mit La méthode (Stock) legt David Djaïz, Absolvent der Elitehochschule ENA, ehemaliger Generalberichterstatter des Nationalen Rates für Wiederaufbau und Publizist, seinen ersten Roman vor. Darin schildert er das Schicksal des französischen Arztes Paul Remlinger, der 1910 als Direktor des Instituts für Tollwutbekämpfung in Konstantinopel nach den Prinzipien Louis Pasteurs arbeitete. Als der Leiter des städtischen Gesundheitsamts ihn beauftragt, eine Methode zur Ausrottung Tausender streunender Hunde zu entwickeln, stellt sich die Frage: War dieses Vorgehen ein Vorläufer der Grausamkeiten, die das 20. Jahrhundert - geprägt von zwei Völkermorden - später an Menschen verüben sollte? Djaïz wirft Licht auf ein weitgehend vergessenes Kapitel der Geschichte. Babyboomer-Erbe: stärker besteuern oder entlasten? Im Vorfeld des französischen Präsidentschaftswahlkampfs gewinnt das Thema Erbschaften wieder an politischer Brisanz: In den nächsten 15 Jahren werden schätzungsweise fast neun Billionen Euro an die nächste Generation übertragen. Während linke Kandidaten fordern, große Vermögen stärker zu besteuern, setzen sich rechte Politiker für Steuersenkungen ein. Erbschaften spielen eine immer größere Rolle für das Vermögen der Franzosen: Heute stammen bereits 60 Prozent des Privatvermögens aus geerbten Werten - in den 1970er Jahren lag dieser Anteil noch bei durchschnittlich 35 Prozent. Außerdem: Xavier Mauduit berichtet über das neue NASA-Weltraumteleskop Roman, das helfen soll, das Rätsel der Dunklen Energie zu entschlüsseln. Théophile Cossa nimmt den italienischen Vorschlag unter die Lupe, Fußgänger zu bestrafen, die beim Überqueren der Straße auf ihr Smartphone starren - die sogenannten Smombies.